Chorlager Hiddensee 2012

Dienstag, 01.05.2012

Welch Wonnemonat, was für ein Beginn...

 

Morgens zwischen 4.00 und 5.00 Uhr zwar noch etwas wenig von der Wonne gespürt, aber dann die Fahrt! Welche Farbenfülle, was für ein Himmel und absolut beste Laune im Bus.

 

Super pünktlich in Schaprode angekommen, erstes tiefes Einatmen der Ostseeluft und das Glitzern der Maisonne in den Wellen spiegelt sich in unseren Gesichtern wider, so dass wir glücklich die Fähre betreten.

 

In Kloster angekommen, Spurt zum Bischofsheim (Katja, Silke, Sabine) - um möglicherweise das Wunschzimmer zu ergattern; anschließend fleißige Regsamkeit, Betten beziehen, Koffer leeren, erster Strandgang. Wir spüren den Sand, die Kiesel unter den Füßen und sind froh, nicht allein zu sein.

 

 

Mittwoch, 02.05.2012

- Monatsspruch MAI -

 

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut.

Und nichts ist verwerflich,

was mit Danksagung empfangen wird.

(1. Tim. 4/4)

 

Die Sonne kitzelt uns wach. Etwas müde noch, begrüßen wir während der Morgenandacht den Tag, spüren das Miteinander, Eva`s Zuwendung und vergessen nicht zu danken.

Glücklich, mit dem Chor hier zu sein, vergeht der Tag mit Proben, Freizeitgestaltung voller individueller Vielfalt im Naturparadies "söte Länneken" ( süßes Länd`chen) - zu Fuß, per Fahrrad, mit der Pferdekutsche, ins Museum...

 

Den krönenden Abschluss des Tages bildet ein Puppentheaterbesuch in der "Seebühne Vitte- ein FAUST - Vergnügen voller Witz, Sprachvielfalt und Mystik.

 

 

 

Donnerstag, 03.05.2012

"Hiddensee ist eines der lieblichsten Eilande...- nur stille, stille, dass es nicht ein Weltbad werde".

(G. Hauptmann 1899)

 

Unberührt und idyllisch ist es geblieben, auch vergegenwärtigt in unserer Morgenandacht.

Aus der Kirche herausgetreten, zwitschern die Vögel und der Himmel entfaltet seine Sonnenpracht.

 

Heute findet unser Konzert in der Klosterkirche statt, daher 2x2 Stunden Probe. Der Auftritt entschädigt uns für unsere Mühen, welch eine Freude, Erfüllung auf beiden Seiten, schön!

 

Die Anspannung fiel ab, das abendliche Fischessen mundete und nach einer etwas zu kurzen Zusammenkunft, winkte uns in der Nacht der Leuchtturm aus dem Jahr 1888 zu sich in den Dornenbusch.

 

Was für ein erhabendes Gefühl, in Finsternis und Leuchtfeuer staunend zu verharren, zu singen, den Strahlenkranz verfolgend, die Blicke in das ferne Land und in den Himmel zu senden.

 

 

Freitag, 04.05.2012

Schon wieder der letzte Tag, die letzte Andacht und das letzte Frühstück, so ist das mit der Zeit...

 

Reinigung der Quartiere, Koffer packen, ein letzter Strandgang, ein letztes Foto.

 

Am Nachmittag verabschieden wir uns von "unserer" Insel mit etwas Wehmut, aber auch mit Freude in der Hoffnung, auch im nächsten Jahr wieder hier sein zu dürfen.

 

Letzter Gesang klingt vom Hafen über die Wiesen, das Meer in die Seelen der Menschen -

eingedenk des Spruches:

 

"Die Musik ist das vom Herzen in Musik gesetzte Universum."